Leitbild

Wir stehen in der Tradition Jesu, der den Menschen seiner Zeit bis in deren tiefsten Abgründe konsequent nachging. Aus grenzenloser Liebe zu ihnen setzte er sein Leben für sie ein. Gott aber erweckte ihn am dritten Tag.
Wir wollen ein Ort der Begegnung sein, an dem auf katholischer Basis die vorurteilsfreie Auseinandersetzung mit der Gegenwart gesucht wird. Das heisst, wir versuchen, drängende Zeitfragen in ihren verschiedenen Aspekten intellektuell redlich zu beleuchten und tiefer und umständlicher, als dies andernorts möglich ist, Einblicke in die Gegenwartskultur zu erlangen.
Wir suchen wieder neu nach Gott: nach dem ganz Anderen, von dem es heisst, dass er alle Tränen trocknet und sich als Geheimnis offenbart. Wir suchen wieder neu nach Antworten auf die grossen, ewigen Fragen. Und wir versuchen, alte Antworten neu in Sprache zu fassen. Besondere Bedeutung hat für uns die Begegnung mit der Spiritualität der Orden, weil hier die Erfahrung des Göttlichen in der Subjektivität des Einzelnen am deutlichsten leuchtet.
Wir wenden uns denjenigen jungen Menschen zu, die meinen, nicht mehr glauben zu können.
Wir wollen beitragen, dass alle Studierenden, die danach suchen, zu jenen Quellen der Kirche Zugang gewinnen, welche echte Lebenshilfe bieten.
Mehr als früher soll das dienende Gesicht der Kirche aufleuchten. Das Milieu selbst soll sie tragen; seine Freude und Hoffnung, seine Trauer und Angst sollen ihre Sprache bestimmen.
Wir wehren uns gegen Entwicklungen, welche die Würde des Menschen verletzen. Wir fühlen uns mitverantwortlich für den Aufbau einer Welt, in der das Reichtumsgefälle zwischen wirtschaftlich entwickelten und armen Ländern überwunden und in neuen Ordnungen weltweite Solidarität wirkt.
In den Aufgaben, welche wir übernehmen, sind wir bereit, mit Christinnen und Christen, mit Angehörigen anderer Religionen, mit allen Menschen guten Willens zusammenzuarbeiten.